KI-Videos transparent kennzeichnen

Plane sichtbare Hinweise, technische Provenienz und eine nachvollziehbare Exportkontrolle für KI-generierte oder bearbeitete Videos.

Bei Videos muss ein sichtbarer Hinweis zeitlich und räumlich auffindbar bleiben. Ein kurzer Einblendungszeitraum kann leicht übersehen werden; ein permanenter oder wiederkehrender Hinweis ist oft belastbarer. Bei längeren Inhalten kann eine Kombination aus Hinweis zu Beginn, wiederkehrender Einblendung und Beschreibung sinnvoll sein.

Dokumentiere, ob Bild, Ton, Stimme oder einzelne Szenen generiert oder wesentlich verändert wurden. Die Formulierung sollte diese Rolle präzise beschreiben, ohne mehr zu behaupten als technisch belegt ist.

Inhalt und Umfang präzise beschreiben

„KI-generiertes Video“ kann missverständlich sein, wenn nur eine Stimme, ein Hintergrund oder eine kurze Szene erzeugt wurde. Beschreibe deshalb nach Möglichkeit die betroffene Ebene:

  • „Stimme KI-generiert“
  • „Hintergrund mit KI verändert“
  • „Einzelne Szenen synthetisch erzeugt“
  • „Video vollständig KI-generiert“

Bei Deepfake-ähnlichen Darstellungen ist außerdem wichtig, dass der Hinweis bei der ersten Wahrnehmung auffindbar ist und nicht durch Player-Controls, Untertitel oder Plattform-Overlays verdeckt wird.

Position, Dauer und Barrierefreiheit

Prüfe die Kennzeichnung im tatsächlichen Player. Text sollte ausreichend groß und kontrastreich sein und lange genug eingeblendet werden, um gelesen zu werden. Eine rein farbliche Unterscheidung reicht nicht. Wenn die Plattform Untertitel und Audiodeskription unterstützt, sollte die Transparenzinformation auch in diesen Ebenen berücksichtigt werden.

Bei Hochkant-, Querformat- und quadratischen Ableitungen können unterschiedliche Safe Areas nötig sein. Ein Label, das im 16:9-Master korrekt sitzt, kann in einem 9:16-Crop abgeschnitten werden.

Technische Exportkontrolle

Videoexporte können Containerdaten, Metadaten und Provenienzinformationen verändern. Prüfe daher die finale Datei, nicht nur das Schnittprojekt:

  1. Kontrolliere Containerformat, Tracks, Codecs, Dauer und Abmessungen.
  2. Spiele Anfang, Mitte und Ende ab und prüfe die Einblendungen.
  3. Kontrolliere, ob Untertitel- und Audiotracks korrekt zugeordnet sind.
  4. Prüfe vorhandene Content Credentials oder andere Provenienzinformationen erneut.
  5. Wiederhole die Kontrolle nach der Verarbeitung durch die Zielplattform.

Große oder nicht browserkompatible Dateien sollten nur nach ausdrücklicher Bestätigung an einen Server übertragen werden. Der lokale Video Inspector liest begrenzte MP4- und WebM-Containerinformationen, ohne die Datei automatisch hochzuladen.